Was ist Zinshopping und lohnt es sich?
Viele Angebote bei Tagesgeldkonten richten sich an neue
Kunden und versprechend diesen besondere Vorteile, damit diese
Ihr Tagesgeldkonto bei einer ganz bestimmten Bank eröffnen. Oft
werden attraktive Zinssätze für einen ganz bestimmten Zeitraum
zugesichert und manchmal wird zusätzlich noch ein Guthaben von
50 Euro versprochen. Ist dann der Zeitraum vorbei, muss der
Kunde oft etwas schlechtere Konditionen hinnehmen.
Kunden, die ständig die Vorteile für Neukunden ausschöpfen wollen, suchen sich im Anschluss wieder ein anderes attraktives Angebot und betreiben Zinshopping, in dem sie dann zu einem anderen Anbieter wechseln. Das ist problemlos möglich, man muss nur Neukunde werden, um die Vorteile beanspruchen zu können. Dieses Verhalten wird Zinshopping genannt. Kunden, die nur Neukundenvorteile abschöpfen, ohne ein Interesse zu haben, langfristig die Angebote einer ganz bestimmten Bank zu nutzen. Die Anbieter müssen mit diesem Kundenverhalten leben, auch wenn es ihnen missfällt, denn eigentlich sind die Anbieter daran interessiert, ihren neuen Kunden später auch andere Produkte des Hauses verkaufen zu können. Die Zinshopper wollen aber nur die bestmögliche Rendite aus ihrem Geld holen und wechseln zu einer anderen Bank, sobald sie Vorteile haben.
Dabei muss das bereits bestehende Tagesgeldkonto nicht einmal gekündigt werden, es reicht, wenn das gesamte Guthaben abgezogen und auf das neue Tagesgeldkonto überwiesen wird. Der Aufwand, der bei diesen Zinshopping Aktionen zu betreiben ist, hält sich in Grenzen. Ständig müssen die Tagesgeldangebote miteinander verglichen und dann kann entsprechend reagiert werden. Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos funktioniert denkbar einfach über das Internet, bleibt nur noch der Weg in die Postfiliale zum Zweck der Legitimation.