Geldmarktfonds
Geldmarktfonds sind eine bestimmte Form von Investmentfonds,
die nur oder fast gänzlich in Geldmarktitel und liquide Papiere
investieren, die sich durch sehr kurze Laufzeiten auszeichnen.
Geldmarktfonds legen ihr Geld unter anderem in Termingelder,
Anleihen mit kurzer Laufzeit und Schuldscheindarlehen an. Über
Geldmarktfonds hat der Privatanleger die Möglichkeit,
Zinspapiere mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr zu
kaufen.
Geldmarktfonds sind vor allem für solche Sparer geeignet, die ihr Geld nur kurzfristig anlegen, aber dabei dennoch höhere Zinsen erwirtschaften möchten, als es bei Anlage als Festgeld oder auf dem Sparbuch möglich wäre. Bei ganz kurzen Anlagezeiträumen von ein bis zwei Monaten kommt dem Sparer außerdem zugute, dass sie für die Beteiligung an einem Geldmarktfond keine Gebühren an die Investmentgesellschaft zahlen müssen. Die kurzfristig anfallenden Zinsen bleiben ihm voll erhalten. Ein weiterer Vorteil des Geldmarktfonds ist es, dass Fondanteile zu jedem Zeitpunkt und in jeder Größenordnung zurückgegeben werden können. Diese Regelung gilt auch für Kleininvestoren, die weniger als 1.000 Euro angelegt haben.
Es gibt vier Formen von Geldmarktfonds: erstens reine Geldmarktfonds, die fast zu 100 Prozent in kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten und in reine Geldmarktmittel investieren. Zweitens Cash-Fonds, die mindestens 75 Prozent in Bankguthaben investieren. Drittens geldmarktnahe Fonds, die mindestens 49 Prozent des Fondvermögens in Geldmarkttitel anlegen müssen. Den Rest legen sie unter anderem in festverzinslichen Wertpapieren an. Viertens synthetische Geldmarktfonds, die vor allem in Rentenpapiere mit langer Laufzeit und andere Finanzmarktmittel investieren.