Bundesschatzbriefe

Bundesschatzbriefe sind Wertpapiere des Bundes, die dieser direkt für den Anleger anbietet und die nicht über die Börse gehandelt werden können. Sie können aber normal in Wertpapier-Depots aufbewahrt werden. Preiswerter ist dagegen die Eintragung bei der Bundesschulden-Verwaltung in Bad Homburg, die für den Kunden diese Bundesschatzbriefe kostenlos aufbewahrt und die Zinsen bzw. die Rückzahlungsbeträge auf das normale Girokonto des Kunden ebenfalls kostenlos überweist. Auf den Erwerb der Papiere, die über eine Bank beauftragt werden kann, dürfen keine Gebühren erhoben werden.

Es gibt zwei Typen von Bundesschatzbriefen. Beim Typ A, der 6 Jahre läuft, werden die Zinsen jährlich ausgezahlt, beim Typ B werden die Zinsen kumuliert über die Laufzeit von 7 Jahren erst am Ende ausgezahlt, was einen erheblichen Zinseszins-Effekt ausmacht allerdings aus steuerlichen Gründen mit Vorsicht zu genießen ist.

Ab 50 Euro kann man einsteigen. Die Zinsen steigen dann Jahr für Jahr an. Je nach Zinsentwicklung ist die Staffel sehr unterschiedlich ausgeprägt, allerdings werden die Zinsen während der Laufzeit der Papiere nicht mehr abgeändert. Zurzeit gibt es eine Staffelung von 3,5% bis 4 %, was zwar günstiger als Tagesgeld ist, aber nicht allzu viel.

5,5 % Festgeld bei 10 Jahren

Der Vorteil ist die flexible Form der Rückgabe. Nach dem ersten Jahr kann der Anleger jederzeit bis zu 5000 Euro pro Monat in Bargeld umwandeln. Die Anlage ist also interessant für Geldanleger, die keine Kosten für Depot oder sonstige Verwaltung haben wollen, eine sicher Anlage beim Staat bevorzugen, aber nicht so genau wissen, wann sie das Geld mal wieder brauchen. Wegen der Rückforderungsmöglichkeit von 5000 Euro pro Monat kann man sehr flexibel mit dieser kostengünstigen Anlage umgehen.